Aussprachestörungen (phonetisch / phonologische Störungen) 

Bei den phonetischen Störungen treten Schwierigkeiten bei der Lautbildung auf. Das heißt, der Laut wird nicht korrekt gebildet wie z.B. beim Lispeln (Sigmatismus).

 

Die phonologischen Störungen äußern sich durch Schwierigkeiten in der Lautverwendung. Es wird zum Beispiel statt Tasche – Tasse oder statt Geld - Deld gesagt, wobei der Laut an sich korrekt gebildet werden kann.

 

Störungen im Bereich der Grammatik (Dysgrammatismus)

Störungen im Bereich der Grammatik äußern sich durch Schwierigkeiten in der Satz- und Wortbildung. Zum Beispiel setzen Kinder mit einem Dysgrammatismus häufig das Verb an das Satzende („Der Mann Milch kauft“), haben Unsicherheiten bei der Verbflexion (gelauft), bei der Pluralbildung (die Balls), bei der Verwendung der Artikel (der Mama) und Präpositionen ("Das Spiel in Tisch legen"). Häufig sprechen die Kinder in kurzen, einfachen Sätzen und verwenden vermehrt Modalverben (z.B. dürfen, müssen, können).

 

         Wortschatzdefizite (semantisch-lexikalische Störung)

Liegen Störungen in diesem Bereich vor, sind häufig der aktive sowie der passive Wortschatz betroffen. Das heißt, das Kind kann viele Dinge nicht altersentsprechend benennen, Pausenfüller („äh“) werden oft eingesetzt, Wörter werden umschrieben (statt Rolltreppe – „das zum Hochfahren“) oder neugeschöpft (statt Jäger – „Totmacher“). Darüber hinaus werden Wörter häufig nicht verstanden, obwohl das Gehör intakt ist.

 

 

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